Nach der Abholung: schnell kühlen
Bringen Sie zur Abholung am besten eine Kühltasche oder Kühlbox mit. Zu Hause gehört das Fleisch sofort in den Kühlschrank (höchstens 4 °C) oder in die Gefriertruhe. Was Sie in den nächsten Tagen essen möchten, bleibt im Kühlschrank. Alles andere frieren Sie möglichst bald ein.
Gehacktes ist am empfindlichsten. Verarbeiten Sie es noch am Abholtag oder frieren Sie es gleich ein.
Richtig einfrieren
- Luftdicht verpacken: Je weniger Luft an das Fleisch kommt, desto länger bleibt es saftig. Ideal sind vakuumierte Beutel oder Gefrierbeutel, aus denen Sie die Luft herausdrücken.
- Flach einfrieren: Flache Pakete frieren schneller durch und tauen später schneller auf. Gehacktes lässt sich flach gedrückt im Beutel gut portionieren.
- Portionsweise: Packen Sie nur so viel zusammen, wie Sie für eine Mahlzeit brauchen.
- Beschriften: Teilstück, Gewicht und Datum auf jeden Beutel schreiben. So wissen Sie auch nach Monaten, was drin ist.
- Nicht zu viel auf einmal: Legen Sie das Fleisch verteilt in die Truhe, damit es schnell durchfriert. Viele Geräte haben dafür eine Schnellgefrier-Taste.
Wie lange hält Rindfleisch tiefgekühlt?
Bei −18 °C oder kälter gelten diese Richtwerte:
| Teilstück | Haltbarkeit |
|---|---|
| Braten, Steaks, Rouladen, Filet | bis zu 10–12 Monate |
| Gulasch, Beinscheibe, Suppenfleisch | etwa 6–10 Monate |
| Gehacktes | etwa 1–3 Monate |
Nach dieser Zeit ist das Fleisch nicht verdorben, solange es durchgehend gefroren war. Es verliert aber nach und nach an Geschmack und Saftigkeit.
Schonend auftauen
Am besten taut Rindfleisch langsam im Kühlschrank auf:
- Fleisch aus der Verpackung nehmen.
- Auf einen Teller oder in ein Sieb über einer Schale legen, damit es nicht im Tauwasser liegt.
- Abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
- Tauwasser wegschütten und das Fleisch vor dem Braten mit Küchenpapier trocken tupfen.
Steaks, Rouladen und Gulasch brauchen meist eine Nacht. Ein großer Braten braucht ein bis zwei Tage. Planen Sie also rechtzeitig – der Auftau-Rechner sagt Ihnen Tag und Uhrzeit.
Muss es schneller gehen, legen Sie das Fleisch im dichten Beutel in kaltes Wasser und wechseln das Wasser etwa alle halbe Stunde. Bei Zimmertemperatur sollte Fleisch nicht auftauen, weil die äußeren Schichten dann zu lange warm sind.
Nach dem Auftauen
Aufgetautes Fleisch verbrauchen Sie am besten innerhalb von ein bis zwei Tagen. Roh sollten Sie es nicht wieder einfrieren. Gegarte Gerichte wie Gulasch, Rouladen in Soße oder Brühe können Sie dagegen gut erneut einfrieren.